Rentenversicherung Versicherungsvergleich

Die Rente ist sicher – so tönte es noch vor wenigen Jahren aus dem Munde der Politiker. Doch heute hat sich das Bild gewandelt. Mittlerweile ist nur noch eines sicher – nämlich dass die gesetzliche Rente vor dem Aus steht. Zum einen hängt dies mit der stetig steigenden Lebenserwartung der Menschen zusammen, zum anderen mit den sinkenden Geburtenraten. Der einstige Generationenvertrag, nach dem die jungen Menschen die Rente für die alten Menschen erarbeiteten, steht kurz vor dem Zusammenbruch. Denn immer weniger Arbeitnehmer müssen die Rente für immer mehr Rentner aufbringen. Das System kann nur dadurch funktionieren, dass die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung steigen, während gleichzeitig die Rentenzahlungen gesenkt werden.

Das heißt also, die Rente wird in Zukunft noch weiter sinken, sodass der gewohnte Lebensstandard im Alter alleine durch die gesetzliche Rentenzahlung nicht mehr gesichert wird. Also muss ein jeder Bürger zusätzlich privat vorsorgen, will er im Rentenalter nicht zum Sozialfall werden. Die Regierung hat dies erkannt und motiviert die Menschen mit zahlreichen Zuschüssen zur privaten Altersvorsorge ebenso wie mit steuerlichen Vorteilen.

An erster Stelle fällt einem dabei sicher die Riester Rente ein. Die staatlich geförderte private Altersvorsorge ist ein gutes und sinnvolles Mittel, um fürs Alter vorzusorgen, sollte allerdings nicht das einzige bleiben. Denn die vergleichsweise geringen Renditen werden kaum ausreichen, um die Versorgungslücke zu schließen. Vielmehr sollte man seine private Altersvorsorge auf verschiedenen Säulen aufbauen. Dazu können z. B. auch der Abschluss einer Lebensversicherung oder die Inanspruchnahme der betrieblichen Altersvorsorge genutzt werden. Für beide Varianten erhält man oft noch Steuervergünstigungen bzw. Zuschüsse. Auch kann man gerade mit Hilfe der Lebensversicherung die Familie absichern, falls man vorzeitig verstirbt.

Die Möglichkeiten der unterschiedlichen Rentenversicherungen sind also schier unbegrenzt. Allerdings gilt auch hier – der Vergleich lohnt. Für junge Menschen lohnt sich oft eine risikoreichere Anlagestrategie – etwa in Rentenfonds. Denn diese bieten zwar ein höheres Risiko, aber dafür eben auch entsprechend höhere Renditen. Durch die lange Laufzeit, die z. B. ein 20 oder 25-jähriger Mensch noch in die Rentenversicherung einzahlen wird, werden sich die Verluste einzelner Jahre durch immense Gewinne ausgleichen. Im Endeffekt erhält man so höhere Renditen über die gesamte Laufzeit betrachtet.

Wer dagegen nur noch 10 oder 15 Jahre bis zum Renteneintritt vor sich hat, der sollte sich eher für konservative Rentenversicherungen entscheiden. Hier erhält man zwar geringere Renditen, doch ist das Geld in jedem Falle sicher angelegt, sodass man auf jeden Fall seine eingezahlten Beiträge und die erwirtschafteten Gewinne heraus bekommt. Sofern die Auszahlung aus den Rentenversicherungen als Rente festgelegt wird, sieht der Staat dies als eindeutigen Anhaltspunkt für die private Altersvorsorge. Viele Versicherungen können dann auch im Falle von Hartz IV nicht angegriffen werden.
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